
Dieses Buch habe ich mit viel Freude gelesen. Nachdem ich seit einiger Zeit Vergnügen am Brotbacken gefunden habe, ist dies hier die richtige Folgelektüre, die das Schicksal aufzeigt, dass Menschen und Brot sich teilen. Dem Autor liegt Brot "am Herzen" - und das spüren wir auf jeder Seite dieses liebevoll gestalteten Werks.
Nach einer Einführung in die Brotgeschichte folgen Abhandlungen über Getreide, Öfen, Geräte, Brotsitten, Gebildebrot, Brot in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz, Brauchtum und mehr. Einzig die sogenannten Rezepte sind bei falscher Erwartungshaltung enttäuschend: Wir können hier nämlich (außer in einem Fall) nichts nachbacken, sondern nur grob etwas über die diversen Brotsorten lesen.
Kleine Geschichten lockern genauso auf wie diverse Schwarzweißabbildungen (Stiche, Zeichnungen) und auch einige Farbfotos von Bauern beim Backen.
Als ich mit dem Buch fertig war, fühlte ich mich in meinem Wissen bereichert. Außerdem war ich abgetaucht in eine bäuerliche Welt des Brotbackens und konnte erahnen, welche Stellung das Brot in der Menschheitsgeschichte einnimmt. Ein angenehm-wohliges Gefühl, das sich auch noch einige Tage gehalten hat und wiederauflebt, wenn ich jetzt noch einmal die Seiten durchblättere.
Ein schönes Buch für Menschen mit Sinn für die Verbundenheit mit unserer Nahrung.